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Engeres Abstimmungskomitee GrossraubtiereAm Sonntag, 10. Februar wurde über die Initiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri» abgestimmt. Der Startschuss zur Initiative wurde am 10. März 2017 anlässlich der Generalversammlung vom Bauernverband Uri gemacht. Nach zwei intensiven und arbeitsreichen Jahren nahm das breit abgestützte Komitee der kantonalen Volksinitiative, bestehend aus Vertretern der Landwirtschaft, Jagd und Politik, den Entscheid der Urner Bevölkerung sehr erfreut zur Kenntnis. Mit über 70 % Zustimmung und Zustimmungen in allen Urner Gemeinden ist diese Botschaft sehr deutlich und setzt ein klares Zeichen. Die Initianten haben mit dieser Abstimmung zwei wichtige Ziele erreicht. Als erstes die Verankerung in der Kantonsverfassung, welche die Regulierung von Grossraubtieren vorschreibt und das Verbot zur Förderung des Grossraubtierbestandes (Bär, Wolf und Luchs) beinhaltet. Das zweite Ziel war eine klare Botschaft an den Regierungsrat, an die Verwaltung und auch nach Bern zu senden. Mit dem Resultat vom 10. Februar wurde auch der regierungsrätlichen Haltung, den Grossraubtieren gegenüber dem Tourismus, der Alpwirtschaft und der Jagd den Vorrang zu geben, eine Absage erteilt. Das Urner Volk, wie auch bereits im November 2018 der Landrat, sagen klar ja, zu einer funktionierenden Land- und Alpwirtschaft und zu unserem einmaligen Lebensraum. Dieses deutliche Ergebnis sollte auch vom Urner Umweltrat und insbesondere vom WWF respektiert werden.

 

Regierungsrat steht in Pflicht

Die Initianten erwarten vom Urner Regierungsrat und seinen zuständigen Verwaltungen, dass sie den Volkswillen anerkennen und rasch im Sinne des neuen Verfassungsartikels handeln. Sie müssen sich für eine konsequente und wirksame Regulierung der Grossraubtiere auf allen Stufen einsetzen.

Das Initiativkomitee wird vorerst die laufende Beratung zum Jagdgesetz im eidgenössischen Parlament abwarten. Sobald das neue Jagdgesetz in Kraft ist, werden auf kantonaler Stufe über den Landrat wieder aktiv Massnahmen unternommen und vom Regierungsrat klare Vorgaben bei der Umsetzung und Regulierung von Grossraubtieren gefordert.

Herzlichen Dank!

Der Bauernverband Uri dankt im Namen vom ganzen Komitee herzlich für alle Unterstützungen bei der Initiative und auch zu Letzt bei der Abstimmung. Ein grosser Dank geht an alle drei Urner Bundesparlamentarier Ständerat Isidor Baumann, Ständerat Josef Dittli und Nationalrat Beat Arnold. Sie bildeten zusammen mit den drei Parteipräsidenten Flavio Gisler (CVP), Ruedi Cathry (FDP) und Pascal Blöchlinger (SVP) sowie mit Rolf Infanger, Präsident Korporation Uri und Beat Schmid Talammann Korporation Ursern das Abstimmungskomitee. Sie alle sendeten ein breites positives Signal nach aussen. Ein weiterer Dank geht an das engere Komitee mit Vertretern aus der Landwirtschaft, Jagd und Politik, welche seit dem Start der Initiative sehr viel Arbeit auf sich genommen haben. Damit es aber überhaupt zu einer Abstimmung kommen konnte, entstanden nebst den allgemeinen Aufwendungen auch finanzielle Aufwendungen. Ohne die grosszügige Unterstützung von Organisationen und privaten Personen, wäre dies alles nicht möglich gewesen, vielen Dank! Und das letzte grosse Danke gehört all jenen, welche am 10. Februar 2019 ein JA in die Urne gelegt haben!

Engeres Abstimmungskomitee Grossraubtiere Flyer Danke

Bild: Christian Zufferey