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Das Alpleben ruft und nicht ferne Länder mit blauem Wasser und Palmenstränden

Am Sonntag 8. August lud der Dienstbotenverein NW zur Alptagung auf der Alp Untertrübsee ein. Nach dem Gottesdienst mit Gedanken von Elmar Rotzer umrahmt mit Alphhornklängen lud der Dienstbotenverein Nidwalden zum gemeinsamen Mittagessen ein. Der Einladung folgten trotz neblig kühlen Wetters über 120 Mitglieder des Dienstbotenvereins und weitere Gäste.

Arbeiten in der Natur, fernab des hektischen Alltags im Tal

Alle 5 Jahre und wegen Corona sind es nun 6 Jahre, ehrt der Bauernverband NW Personen, welche über Jahre immer wieder auf die gleiche Alp zurückkehren und zu vielen Kühen, Rindern und weiteren Tieren zum rechten schauen.

Dass man immer wieder z’Alp geht ist fast wie eine Berufung. Man verzichtet auf Ferien und Reisen in ferne Länder mit blauem Wasser und Palmenstränden. Fernab vom hektischen Leben unten im Tal, kann man die Kraft der Natur geniessen und erleben. Ein Alpsommer beginnt schon mit der Schneeschmelze. Es geht auf die Alp zum Zäunen und zum Vorbereiten, so dass man bereit ist, wenn die Besitzer ihre Tiere auf die Alp bringen. Dabei übernimmt man gegenüber den Tierbesitzern eine grosse Verantwortung und ist für die Gesundheit der Tiere besorgt. Täglich wird zweimal gemolken, allenfalls gekäst und das Jungvieh auf den weiter entfernten Weiden mit Salz versorgt um nur einige Arbeiten zu nennen. Je nach Witterung gibt es mehr oder weniger Aufwand, bei der Kontrolle der Zäune, beim Weide putzen, und allenfalls beim Düngen der guten Alpflächen. Damit leistet man gleichzeitig als positiven Nebeneffekt einen grossen Beitrag zum Erhalt der artenreichen Fauna und Flora. All diese Arbeiten nimmt man immer wieder auf sich, tagein und tagaus, bei guten und wie auch bei schlechtem Wetter, sieben Tage die Woche, in der heutigen Zeit ist das keine Selbstverständlichkeit mehr.

Zusammen fast 80 Jahre Treue auf der gleichen Alp

Immer wieder auf die gleiche Alp zurückkehren ist auch wie nach Hause kommen. In eine vertraute Umgebung die man kennt wie die eigene Hosentasche. So haben in den vergangenen Jahren folgende Älplerinnen und Älpler immer wieder auf der gleichen Alp ihren Alpsommer verbracht und werden für Ihre treuen Dienste geehrt:

  • Kaspar Barmettler, 19 Alpsommer auf der Alp Trübsee, bei Alpgenossenschaft Trübsee
  • Marco Gabriel, 16 Alpsommer auf der Alp Ochsenweid, bei Genossenkorporation Ennetbürgen
  • Anton Waldis, 14 Alpsommer auf der Alp Wissifluh bei Genossenkorporation Ennetbürgen
  • Romy und Peter Barmettler, 8 Alpsommer auf der Alp Egg bei Irene und Reto von Büren-Imfeld
  • Marie Käslin, 7 Alpsommer auf der Alp Luthersee bei Alpgenossenschaft Luthersee
  • Toni Käslin, 7 Alpsommer auf der Alp Luthersee bei Alpgenossenschaft Luthersee
  • Andreas Odermatt, 6 Alpsommer auf der Alp Rankhof und Waschplatten bei BG Odermatt / Wyrsch, Buochs

Der Bauernverband NW bedankt sich an dieser Stelle im Namen der Arbeitgeber und der gesamten Nidwaldner Landwirtschaft für die Treue zur Landwirtschaft. Es ist nicht selbstverständlich, wenn man weiss, dass man nebst dem Alpleben zum Teil noch einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb führt, oder einem weiteren Arbeitsverhältnis im Tal verpflichtet ist.